Rodenstein Records   ROD 43

Rainer Tempel & die Ersatzbrüder
Polyphonic


Andreas Tschopp, Posaune
Matthias Tschopp, Baritonsaxophon
Rainer Tempel, Klavier
www.rainertempel.de
Fuge in B
Großer Kanon
Fuge in A
Heimatlied
Fuge c-Moll
Kleiner Kanon
Michelangelo
Dur & Moll
Choral & Variationen
Concorde

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ein ungewöhnliches Trio: Baritonsaxophon, Posaune und Piano und ein noch ungewöhnlicheres Programm: ausschließlich Fugen und Kanons!
Rainer Tempel, einer der gefragtesten Arrangeure der deutschen Jazzszene schafft es diesen Gattungen neues Leben einzuhauchen, sie in den Jazzkontext zu integrieren und sogar „Giant Steps“ in einen „Großen Kanon“ zu verwandeln.
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Pressestimmen







mehr über das Album
Dass mit Polyphonic nun eine CD erscheint, welche die Gleichberechtigung der Stimmen schon im Titel trägt, ist beinahe die logische Folge dieser Überlegungen. Tempel fand mit den klassischen polyphonen Formen wie Fuge oder Kanon die Gefäße für die Musik der Ersatzbrüder, die aber stets nach einer Jazzband klingen.

"Polyphonie hat mich immer schon genauso fasziniert wie beispielsweise harmonische Dichte. So ist das Wohltemperierte Klavier ein Werk, das seit bald 30 Jahren wohl immer in Reichweite meines Klaviers war. In den letzten Jahren sind mit Hindemiths Ludus Tonalis und den 24 Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch Werke der Moderne in mein Blickfeld geraten, die sich auf Bachs berühmte Sammlung beziehen. Doch auch die Vokalpolyphonie der Renaissance übt eine eigentümliche Anziehung auf mich aus."

Auch in der Jazzhistorie finden sich faszinierende Vorbilder für das Interesse am Kontrapunkt und einer feingliedrigen Linienschreibweise, alle voran natürlich das Modern Jazz Quartet mit John Lewis aber auch Komponisten wie Gerry Mulligan oder Bob Brookmeyer stehen für dieses Kunsthandwerk.

"Die Ersatzbrüder sind aber nicht als West Coast oder Third Stream Retro-Band konzipiert, wir nehmen nur eben in diesem Programm Bezug darauf. Wir können und wollen aber gar nicht die letzten 50 Jahre ignorieren, insofern wäre das von unserem Spiel her ohnehin nicht puristisch genug. Polyphonic ist einfach ein kondensiertes Programm, das übrigens relativ aufwändig zu schreiben ist. Die Ersatzbrüder würde ich aber nicht allein auf diesen Sound festlegen."



mehr über die Musiker
Die Ersatzbrüder sind das 2011 gegründete neue Trio des Bandleaders, Komponisten und Pianisten Rainer Tempel. Es besteht aus dem Zürcher Brüderpaar Andreas und Matthias Tschopp an Posaune und Saxophon (deren mittlerer Bruder nicht mehr musiziert) und dem Sandwichkind Tempel (dessen Brüder nicht mehr musizieren). Ganz bewusst wählte Tempel diese etwas sperrige Besetzung, denn es ging hier nicht um ein weiteres Klaviertrio, sondern um eine Band, deren Instrumentierung verlangt, über Funktionen von Stimmen nachzudenken.

Rainer Tempel, Klavier. Immer Bandleader, immer Komponist und immer wieder ganz anders. Seit bald 20 Jahren Initiator von Bands ganz unterschiedlicher Größe und Farbe. Hochgelobt von der Kritik, hochgeschätzt von der Szene wegen der Intelligenz und gleichzeitigen Griffigkeit seiner Musik. Vielfach ausgezeichnet und beauftragt aus allen deutschen und schweizerischen Ecken.

Weitere tolle CDs von ihm auf Rodenstein Records: „Tempel 11“ (ROD 22), mit Nils Wogram, Sebastian Haffner, Frank Möbus... und „woodwinds“ (ROD 21), einer achtteiligen Suite für Holzbläser .

Andreas Tschopp. Spielt Posaune für Kultbands wie Hildegard lernt fliegen, Le Rex sowie für zahlreiche Bigbands in und außerhalb der Schweiz. Deshalb kaum zu kriegen, aber manchmal eben doch.

Matthias Tschopp. Etwas jünger. Und ein spezialisierter Baritonsaxophonist und nicht nur dadurch ein Unikat. Mitbegründer des Lucerne Jazz Orchestras.

"Andreas und Matthias sind faszinierende Instrumentalisten, mit denen ich unbedingt auch mal in einem kammermusikalischen Kontext arbeiten wollte, also jenseits der Jazzorchester. Ein frappierende Folge hatte dies jedoch: die Ersatzbrüder sind meine erste Band, in der ich das älteste Mitglied bin. Aber irgendwann musste das ja passieren."


Pressestimmen
Jazzzeitung 1/2013
critic‘s choice:
Ein schmuckes Trio aus Saxophon, Posaune (die Ersatzbrüder Tschopp) und Rainer Tempel (Klavier) findet den Ton für jazzbarockes Timing. Strengpolyphone Improvisationen sind ja nicht an der Tagesordnung. Ob in Kanon, Fuge oder einem Heimatlied: Die Luxusklänge schwappen über den Tellerrand und legen gleichzeitig stete musikalische Ariadnefäden für die Mithörenden.

Fono Forum, Mai 2013
Musik: 4 (von 5) Sternen: Sehr gut
Klang: 4 (von 5) Sternen: Sehr gut
Ob Vocalmusik der Renaissance, Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ oder Schostakowitsch 24 Präludien: Der Pianist Rainer Tempel hat ein Faible für polyphone Musik. Zehn klassisch inspirierte Jazzfugen und -kanons für Posaune, Saxophon und Klavier hat er nun mit den Brüdern Andreas (Poasune) und Matthias Tschopp (Saxophon) aufgenommen. Immer wieder finden sich in den Stücken Passagen, die an neobarocke Satztechniken erinnern, doch der Groove und der Swing, mit dem die drei agieren, macht klar: hier wird gejazzt! Ein Intellektuell forderndes, aber originelles Album.

Jazzthing Februar / März 2013
Mit großspuriger Wucht bahnt sich die Posaune von Andrea Tschopp ihren Weg durch das dichte Liniengeflecht, das der Pianist Rainer Tempel, vielen als wagemutiger Big-Band-Arrangeur bekannt, für „Poyphonic“ entworfen hat. Dritter im Bunde ist Tschopps Bruder Matthias am Baritonsaxophon, und diese ungewöhnliche Besetzung macht alleine schon einen Großteil des Reizes dieser Aufnahme aus. Denn die geblasenen Tieftönerergänzen sich nicht nur prächtig und fächern sich zu immer neuen Klangbildern auf, sie reiben sich auch heftig aneinander. Tempel will mit dieser Band zurück zu den Frühformen der Polyphonie - und so finden sich vorrangig Fugen und Kanons auf dieser CD. Das erinnert an Vorbilder wie das Modern Jazz Quartet und folgerichtig ist John Lewis‘ „Concorde“ daher auch die einzige Fremdkomposition auf dem Album. Die harmonische Dichte des eigentlich asketischen Programms bietet immer wieder neues Ohrenfutter und so bietet „Polyphonic“ auch demjenigen genug Stoff, der sich für den akademischen Hintergrund der Musik nicht interessiert.

Stereo, 04 / 2013
Musik: 4 (von 5) Sternen: Sehr gut
Klang: 4 (von 5) Sternen: Sehr gut


www.edelhagen.de
Eine tolle Jazz CD eines der gefragtesten Arrangeure der NDR BigBand /Hr BigBand u.Zürich Jazz Orchester

http://zpravy.idnes.cz
Jak se pres jazz napojit na J. S. Bacha? Klavírista Reiner Tempel to moc dobre ví a umí Presahy a spojení jazzu s nejruznejšími druhy hudby dnes neznají hranice. Excelentním príkladem je nové album nemeckého pianisty, skladatele a aranžéra Rainera Tempela. Zdroj
Rainer Tempel (1971) je iniciátorem rady nejruznejších projektu - od neobvyklých big bandu až k záležitostem vyslovene komorním. Tentokrát se spojil se Švýcary Andreasem a Matthiasem Tschoppem (trombón a barytonsaxofon) do tria, které hraje improvizovanou hudbu založenou na komponovaných tématech, ale predevším na prísne dodržované strukture i koncepci barokní a novorenesancní polyfonie. Výsledkem je nahrávka Rainer Tempel @ die Ersatzbrüder: Polyphonic. Pod devíti z desíti skladeb alba je jako autor podepsán Tempel. Pojmenovává je casto jen Fuga nebo Kánon s oznacením patricné tóniny. Pochopitelne, že nemuže jít o klasické fugy a kánony: v nich má vedení hlasu presná pravidla a improvizaci nepripouští. Ale jazzmani, alespon trochu obeznámení s historií evropské klasiky, dobre vedí, že pocit prubežného pohybu a rytmu, tak typický pro jazz, byl vlastní i J. S. Bachovi a jeho souputníkum a žákum. Nikdo to však mezi jazzmany neukázal v praktickém rozvedení tak presvedcive, jako Rainer Tempel @ die Ersatzbrüder. Tempelovo trio atmosféru polyfonické hudby dokonale vyvolává; pravidla predem psaných hlasu pritom alespon obcas nahrazuje improvizovanými linkami. Výchozí témata devíti Tempelových skladeb mají blízko ke zvuku west-coastové a obcas i bopové hudby: pruvodní text dokonce naznacuje, že šestiminutový Velký kánon vychází vlastne z volné variace na Coltranovy klasické Giant Steps. A záverecné, desáté císlo alba, nazvané Concorde, uvádí jako autora vedoucího Modern Jazz Quarteta Johna Lewise, který svou puvodní verzi napsal v polovine padesátých let.

Prinz, Stuttgart, Januar 2013
Das deutsch-schweizerische Trio spielt Musik Rainer Tempels im Spiegel des West Coast Jazz, dessen Merkmale Coolness und Polyphonie alle Ersatzbrüder faszinieren.

Tagblatt Tübingen, 04.01.2013
Tübingen. Wie man verschiedene Musiker in unterschiedlichen Kompositionen bei großer stilistischer Bandbreite zu dichtem Zusammenspiel vereint, zeigte der in Tübingen geborene, in Mössingen aufgewachsene und nun wieder seit Jahren in der Tübinger Gartenstraße lebende Pianist des öfteren bei Konzerten in der Region.

Clarino Print, 04/2013:

2-seitiges Interview

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